│Prêt à Pousser – Entenravioli mit Thymianjus & knusprigen Austernpilzen│

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Achtung Werbung!!! Ich hatte vor ein paar Wochen eine Anfrage von Prêt à Pousser, ob ich deren Austernpilze zum selbst züchten ausprobieren möchte. Wie? Wo? Was? Austernpilze selber züchten? Aber klaro, immer her mit dem Zeug, das muss ich selber sehen. Klingt echt spannend und das ist es auch! Innerhalb von 10-12 Tagen habt ihr Austernpilze aus quasi eigenem Anbau.

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Dafür müsst ihr nur ein oder zwei Mal am Tag nen Pappkarton mit Wasser besprühen. Ja, so simpel ist es! Voraussetzung ist natürlich, dass ihr auch an 12 Tagen am Stück Zuhause seid. Was bei mir zwecks Weihnachten und Silvester zwischendurch etwas schwierig war. Aber umso länger konnte ich mir darüber Gedanken machen, was ich denn mit meinen ersten selbst gezüchteten Pilzen anstellen würde…die Idee war eigentlich ziemlich schnell da, denn der Weihnachtsmann hat mir ne Nudelmaschine gebracht!!! Jaaaaaa!!! Total toll, seitdem gibt´s bei uns hin und wieder mal selbstgemachte Nudeln…na ja, eigentlich voll oft. Aber da ihr nun sicher total gespannt drauf seid, wie so richtig leckere Ravioli mit Entenfüllung und ner Stundenlang vor sich hin köchelnden Thymianjus gemacht werden, geht´s jetzt auch mal los mit dem Rezept.

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Also am längsten braucht natürlich die Thymianjus. Damit müsst ihr echt schon am Morgen anfangen oder am Abend davor. Die brauch ihre 3 bis 4 Stunden. Ach und wir sprechen hier von nem Rezept für 3 bis 4 Leutchen.

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Die Thymianjus

Was ich brauche:
2 Entenkeulen ♦ 1 Entenbrust ♦ 1 mal Suppengemüse [gewaschen & klein gewürfelt] ♦
1,5L Entenfond ♦ 200ml Rotwein ♦ 2EL Tomatenmark ♦ 1 Lorbeerblatt ♦ Thymianzweige ♦
10 Pfefferkörner

So los geht´s – als erstes befreit ihr die Entenkeulen vom Fett und vom Knochen. Das Fleisch schiebt ihr erstmal beiseite. Mit allen Abschnitten und den Knochen setzt ihr die Jus an. Also ein bisschen Öl in den Bräter und bei ordentlich Power alles anrösten und das Gemüse dazu werfen, dann das Tomatenmark mitrösten.

Wenn so langsam eine schöne Farbe entstanden ist, gießt ihr ein wenig vom Rotwein dazu und kratzt immer wieder den Bratensaft vom Boden ab [davon kommt nachher die schöne dunkle Farbe]. Wartet so lange, bis alle Flüssigkeit weg ist und wiederholt den Vorgang, bis der Wein aufgebraucht ist. Dann gebt ihr die Brühe hinzu und lasst das Süppchen bei kleiner Hitze so ca. 2 Stunden köcheln. Schaut immer mal nach, nicht das da am Ende keine Flüssigkeit mehr drin ist, das wäre schade.

Dann haut ihr die Gewürze dazu und lasst alles weiter vor sich hin köcheln. so ungefähr ne Stunde. Aber hier müsst ihr das echt selber einschätzen. Solltet ihr mehr Sauce machen, dauert das alles sicher locker ne Stunde länger. Die Sauce muss so lange reduzieren, bis sie etwas eindickt. Dann kommt ihr langsam in die richtige Richtung. Erwartet aber nicht, dass da Literweise Sauce rauskommt…nein wir reden hier leider nur von maximal 200ml… Aber nicht traurig sein, macht einfach mehr, wenn ihr mehr möchtet. Nix desto trotz, will das alles noch durch ein Sieb passiert werden. Am besten gleich in ein kleineres Töpfchen, dann könnt ihr sie am Ende schnell wieder aufwärmen.

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Die Ravioli

Was ich brauche:
Entenfleisch ♦ 150g Ricotta ♦ 5 bis 6 Stängel Blattpetersilie ♦ Salz & Pfeffer ♦
1 Schalotte [geschält & fein gewürfelt] ♦ 1 Eigelb

Das Fleisch der Entenbrust schneidet ihr einmal durch und würfelt die Hälfte in feine Streifen. Den Rest grob schneiden und mit dem restlichen Entenfleisch kurz für so 20 Minuten einfrieren. Die Würfel werden mit den Schalottenwürfeln bei voller Hitze kurz und knackig angebraten. Sie sollten noch ein wenig Rosa sein. Den Ricotta gebt ihr zusammen mit der Petersilie in ein hohes Gefäß. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und das angefrorene Entenfleisch dazu. Jetzt wird püriert. Aber VORSICHTIG sein! Nicht das der Pürierstab raucht…meiner hat schon leicht angefangen zu müffeln. Noch besser macht sich das in einem Blender. Also wer einen hat, sollte diesen in unserem Fall auch benutzen. Ist die Entenfarce fertig, hebt ihr die gebratenen Entenwürfel unter.

Der Teig ist recht unspektakulär, da ich keinen Hartweizengrieß bekommen habe, habe ich einfach Pastamehl genommen und dieses nach Packungsanweisung zubereitet. Jetzt geht´s ab in die Nudelmaschine…auf die einzelnen Teigbahnen gebt ihr danach immer 2 Kleckse Entenfarce. Aber bitte nicht auf jede Teigbahn, wir müssen die befüllten ja noch zudecken. Also schnappen wir uns ein Eigelb, pinseln einmal um die einzelnen Kleckse Füllung drum herum, legen eine weitere Lage Teig obendrauf und dann kommt der Ausstecher zum Einsatz. Ihr müsst für Ravioli keine teuren Ausstecher kaufen! Man kann die Dinger auch einfach nur mit einem Messer zuschneiden oder mit einem Glas ausstechen. Mit etwas Eigelbkleber hält das alles bombenfest! Die Ravioli brauchen im kochenden Wasser ca. 4 Minuten. Da die Jus noch vor sich hin kocht, können die Ravioli ruhig ein wenig trocknen.

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Die knusprigen Austernpilze

Was ich brauche:
Austernpilze ♦ Salz & Pfeffer ♦ 1 Schalotte [geschält & fein gewürfelt] ♦ 1 EL Butter

Ich muss ja zugeben, meine Austernpilze sind nur knusprig geworden, weil sie schon beim Ernten knusprig waren. Ich denke sie waren etwas zu trocken geraten und hätten am Ende sicher immer mal etwas mehr Wasser vertragen. Na klar doch gehen die Pilze jetzt voll fix…Pfanne auf den Herd, Butter rein, Schalottenwürfel dazu und dann die Pilze für 2-3 Minuten brutzeln. Nehmt nicht zu viel Hitze, es soll ja nix verbrennen! Nebenbei habt ihr natürlich die Ravioli schon gekocht und die Thymianjus nochmal erwärmt oder?! Na dann ab damit auf den Teller!!!

Falls ihr jetzt auch total Bock drauf habt, eure eigenen Pilze zu züchten, klickt mal hier. Ich kann die Dinger echt nur empfehlen!

Die besten Sonntagsgrüße

Ahoi Claudi

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2 Kommentare zu “│Prêt à Pousser – Entenravioli mit Thymianjus & knusprigen Austernpilzen│

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