│Ein Besuch im Süden Indiens und mein erstes Curry│

curry-2Auf dem Weg nach Südostasien legten wir mit dem Schiff in Indien und unter anderem auch in Mumbai an. Wie immer machten wir uns ohne Ziel auf zum Hafenausgang und uns erwartete schon die erste Herausforderung. Unzählige Taxifahrer strömten auf uns zu und redeten auf uns ein. Wir – zwei Blondinen und ein großer kräftiger Mann – waren mit der Situation leicht überfordert und so fühlten wir uns zwischen den 40 Taxifahrern relativ schnell unwohl. Das einzige was uns für die Tour durch Mumbai wichtig war, es sollte eins von diesen alten Taxis sein. Ohne Klimaanlage natürlich.

bearbeitet-47Dann kam ein Fahrer gerade zum Schiff zurück und hielt knapp vor der Menschenmenge an, es stiegen 2 Fahrgäste aus und wir nutzten die Chance und sprangen direkt in sein Auto. Er war natürlich sehr glücklich darüber so schnell wieder Fahrgäste zu haben…aber seine Kollegen schienen eher weniger begeistert von seinem Glück. Schnell weg hier!

Nach kurzer Zeit hatten wir herausgefunden, dass unser Fahrer ein absolutes Goldstück war. Mit der Kommunikation hatten wir zwar ein wenig Schwierigkeiten, aber wir haben uns doch irgendwie verstanden und hatten sehr viel zu lachen.

bearbeitet-45Wir sagten ihm, dass wir nicht das typische Touristen-Programm abfahren möchten, sondern die Dinge die wir sehen wollen und typisch indische Orte, die er uns empfiehlt. So fuhren wir zur größten Freiluftwäscherei ‚Dobi Gath‘. Unglaublich, was die Menschen hier leisten! Diese Arbeit ist sehr anstrengend und die hohen Temperaturen sowie die Luftfeuchtigkeit machen es nicht angenehmer und leichter.

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Anschließend ging es weiter zum wunderschönen Hauptbahnhof. Unzählige Menschen und grandiose Fotomotive…wir blieben hier ein wenig länger und machten unsere Bilder.

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Weiter ging es dann zu einem Markt, für Obst, Gemüse, Fleisch, Gewürze, Tiere…hier gab es kaum etwas nicht.

bearbeitet-44 bearbeitet-43 bearbeitet-32 bearbeitet-31In der Nähe vom ‚Gate of India‘ ließen wir uns ein gutes Restaurant empfehlen, in dem wir wohl keine Touristen treffen. Es sollte eines der besten Restaurants der Stadt sein. An dieser Stelle muss ich mich entschuldigen, dass ich keine Bilder habe. Das Essen roch so gut und es sah fantastisch aus…an fotografieren war in dem Moment nun wirklich nicht zu denken! Bis zur Oberkante mit gutem Essen befüllt gingen wir zurück zum Taxi und ließen uns zurück zum Schiff fahren. Unser Fahrer fuhr in eine andere Straße, sodass wir ein Stück weiter laufen mussten, aber das war nicht schlimm, denn der arme Kerl hatte wirklich Angst vor seinen Kollegen und wollte diesen lieber nicht in die Arme laufen…wir verabschiedeten uns ein wenig wehmütig von unserem neuen Freund und liefen nach einem gelungenem Tag zurück zum Schiff.

Was ich für 3 Personen brauche: Hühnerbrust ♦ Garnelen ♦ Pak Choi ♦
Stangenbohnen ♦
grüner Spargel ♦ Karotten ♦ Limettenblätter ♦ Curryblätter ♦
Schlagsahne ♦ rote Currypaste ♦ Tomatenmark ♦ Knoblauch

Schon lange wollte ich ein Curry kochen, habe mich aber noch nie so richtig getraut. Ich kann auch gar nicht sagen warum…als ich vor ein paar Tagen im Asia-Markt war, stand da wieder diese Currypaste ‚Na gut, heute nehm ich dich mit‘. Seit einiger Zeit hatte ich auch schon Curry- und Limettenblätter Zuhause und so stand einer Premiere nichts mehr im Weg. Dieses Gericht machte sich einen Tag nach meinem letzten Fisch-Rezept auch gut zur Resteverwertung =). Zuerst habe ich die Limettenblätter ein wenig in Wasser eingeweicht und in der Zeit schnitt ich 400g Hühnerbrust in Streifen und zerkleinerte 150g grünen Spargel, 100g Karotten, 150g Stangenbohnen 2 Zehen Knoblauch und 2 Pak Choi. Für die Sauce gab ich zuerst 1Tl Currypaste [je nachdem wie scharf man es mag] Knoblauch, 1El Tomatenmark, 1El Curryblätter, 3 Limettenblätter inkl. Wasser und 200ml Sahne [je nach Geschmack kann man natürlich auch Joghurt oder Kokosmilch verwenden] in die Pfanne, lies das Ganze kurz aufkochen und schmeckte alles mit Salz, Pfeffer und ein wenig Zucker ab. Dem würzen eines Currys sind natürlich keine Grenzen gesetzt, man kann auch Sternanis, Nelken oder Kardamon hinzugeben, aber ich wollte erstmal eine Light-Version ausprobieren. Nachdem ich alles für lecker empfand, gesellten sich das Fleisch, die Garnelen sowie das Gemüse dazu. Deckel drauf und köcheln lassen. Die Aufregung stieg natürlich so langsam und ich war unglaublich gespannt, was am Ende dabei herauskommen würde. Ich rührte und probierte also ständig in der Pfanne rum und war letztendlich sehr zufrieden mit meinem Ergebnis. Nachdem ich die Limettenblätter entfernt habe und das Curry mit einem duftenden Kurkuma-Reis auf den Teller gab konnte es nun endlich losgehen. Zu Tisch bitte, es ist angerichtet! Während des Essens war nichts zu hören, außer genüssliches Schweigen…

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