│ Das erste Mal in New York City und wie ein Bagel die Sehnsucht stillt│

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Es ist der 12. September 2014 und seit Wochen fiebern wir dem Tag entgegen, unser erstes Einlaufen in New York. Mit dem Schiff sind wir unterwegs und haben seit Hamburg schon einige Häfen hinter uns gelassen. 05:30 Uhr: Der Wecker klingelt und ich schalte den Fernseher ein, um zu sehen wie weit es noch ist. Natürlich ist alles schwarz auf dem Bildschirm, aber ein paar Lichter kann ich erkennen. Ein breites Lächeln zaubert sich auf mein Gesicht und dies ist genügend Motivation so zeitig aufzustehen. So dick wie möglich angezogen und mit Kamera und Tee bewaffnet mache ich mich auf dem Weg zum Bug. Hier ist natürlich einiges los, jeder der nicht arbeiten muss ist da, um sich dieses Ereignis nicht entgehen zu lassen. Langsam fuhren wir in Richtung Manhattan und schon von weitem konnten wir die Lichter des 9/11 Memorial erkennen, die bis zum Himmel strahlten. Die Sonne ging hinter Brooklyn auf und es war absolut atemberaubend und ein einmaliges Gefühl auf Manhattan zuzufahren.

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Als wir so langsam an Manhattan vorbeifuhren rollten mir die Glückstränen über das Gesicht, es waren Momente, die ich nur schwer in Worte fassen kann. Überragend und unvergesslich! Gegen 08:00 Uhr waren wir an unserem Liegeplatz angekommen und warteten nun darauf, dass wir alle unsere Erlaubnis bekamen von Bord zu gehen. Und das sollte lange dauern, sehr sehr lange. Meine liebe Juliane und ich machten uns also erstmal an die Arbeit und konnten es kaum erwarten, ganz aufgeregt und mit den größten Glücksgefühlen, lauschten wir jeder Durchsage. Gegen 13:30 Uhr war es dann endlich soweit. Viel Zeit hatten wir nun nicht mehr, aber wir mussten endlich Boden unter den Füßen spüren. Dank unseres wunderbar zentralen Liegeplatzes waren wir auch innerhalb von 10-15 Minuten am Times Square. Leicht hungrig besorgten wir uns erstmal einen der berühmten Hot Dogs…dies sollte der erste und zugleich auch der letzte werden. Selbst wenn er nicht völlig verbrannt gewesen wäre, er hat einfach nicht geschmeckt. Nun zum Times Square: Werbung über Werbung, alles ist mit Menschen überfüllt…wir merkten schnell, dass ist nicht unser Ding, schnell weg hier. Ohne Stadtplan und ohne Idee, wo es eigentlich hingehen soll, machten wir uns einfach auf den Weg, immer der Nase nach…das hat uns in den meisten Fällen zum Glück geführt! Also kamen wir irgendwann am Bryant Park an und da waren sie…wohlig rund und goldig – unser erster Bagel in Amerika. Mit extra viel Frischkäse, Kaffee und Saft bewaffnet, suchten wir uns ein schönes Plätzchen im Park und machten es uns bei diesem sagenhaft tollen Wetter gemütlich.Mit dem Empire State Building im Hintergrund, war diesem Moment nichts mehr hinzuzufügen.

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New York schenkte uns am ersten Tag nicht nur strahlend blauen Himmel sondern auch 28°C. Alles war einfach perfekt, der Moment, der Park, das Wetter, der Bagel, die Stadt und das alles mit der mir riesig ans Herz gewachsenen wunderbaren Juliane von den Angelfrauen. Und so aßen wir bei jedem unserer New York Besuche unzählige Bagel mit Cream Cheese. Diese kleinen runden Glücklichmacher mit dem Loch in der Mitte, wecken noch immer die Sehnsucht nach der schönen Zeit in New York. Und wenn wir in unserem jeweiligen Heimatstädtchen einen finden, dann erzählen wir es uns sofort.

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Was ich brauche: Mehl ♦ Trockenhefe ♦ Zucker ♦ Öl ♦ Sesam [oder was man so mag] ♦ Belag nach Belieben

Jedoch habe ich noch nicht den perfekten Bagel in meiner Nähe gefunden, also versuche ich es einmal selbst: Für den Teig braucht es nicht viel, 500g Mehl mische ich mit einem Päckchen Trockenhefe und füge 1,5El Zucker, 1Tl Salz sowie 300ml lauwarmes Wasser und 2El Öl dazu. Nun übernehmen wieder die Knethaken des elektrischen Handrührers die Arbeit und kneten alles für gute 10 Minuten zu einem elastischen Teig. Etwas Mehl über den Teig stäuben, abdecken und 1 Std ruhen lassen.

Anschließend stäube ich die Arbeitsfläche mit etwas Mehl ein und forme den Teig in 8 bis 10 gleichmäßige Kugeln. In die Mitte bohre ich mit dem Finger ein Loch und weite es auf 4 bis 5cm. Die Bagel lege ich nun auf ein Blech mit Backpapier, decke sie ab und lasse sie weitere 30 Minuten ruhen. Nun befüllte ich einen weiten Topf zur Hälfte mit Wasser und gebe 2El Honig dazu und bringe es leicht zum Kochen. Die Bagel lege ich behutsam für 30 Sek in das Wasser und wende sie einmal. Mit einer Schaumkelle gebe ich sie auf einen Teller mit Sesam und lege sie dann zurück auf das Backpapier und bestreiche sie mit einem verschlagenen Ei. Den Ofen heize ich auf 200°C/Umluft vor und backe die Bagel 20 Minuten auf der mittleren Schiene. Abgekühlt und endlich fertig bestreiche ich sie großzügig mit Naturfrischkäse und gebe feine Radieschenscheiben drauf und streue anschließend fein geschnittenen Schnittlauch drüber. Zwischendurch habe ich mir noch schnell ein paar fein geschnittene Champignons mit Schalotten und Knoblauch in Butter angebraten und sie mit Salz und Pfeffer gewürzt… Wenn ich hinein beiße, die Augen schließe und ganz fest dran glaube, fühlt es sich an wie damals, mit der lieben Juliane im Bryant Park in New York…

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Adieu geliebtes New York und bis bald!

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3 Kommentare zu “│ Das erste Mal in New York City und wie ein Bagel die Sehnsucht stillt│

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